Apnoe

Was ist eigentlich Apnoe?

Apnoetauchen, auch “Freitauchen” genannt, ist Tauchen mit der eigenen Atemluft. Der Taucher atmet vor dem Abtauchen ein und benutzt nur diesen Luftvorrat. Den Zeitraum zwischen dem Einatmen und dem Ausatmen bezeichnet man als Apnoe (griech.: Nichtatmung, Atemstillstand).

Heutzutage wird Apnoetauchen als Freizeit-, aber auch als Leistungs- bzw. Extremsport betrieben. Im Freizeitbereich geht es vor allem um die Erkundung der Unterwasserwelt und um die allgemeine Konditionierung für das Flaschentauchen. Im Leistungssport hingegen werden durch gezieltes Training immer längere Apnoezeiten bzw. Strecken- und Tiefenleistungen angestrebt.

“Apnoe” lässt sich grob in drei verschiedenen Disziplinen unterteilen. Bei jeder ist es hilfreich, durch ruhige Atmung und wenig unnötige Bewegung den Puls möglichst niedrig zu halten, um einen niedrigen Sauerstoffverbrauch zu erzielen. Man sollte unbedingt darauf achten, immer einen Sicherungspartner bei den Tauchgängen dabei zu haben.

1. Zeittauchen ( Static )

Der Apnoeist liegt mit dem Gesicht nach unten auf der Wasseroberfläche und versucht solange, wie möglich, ohne sich zu bewegen, die Luft anzuhalten. Diese Disziplin wird ausschließlich im Pool praktiziert, da jede Bewegung des Wassers die Konzentration erheblich stören kann.

2. Streckentauchen ( Dynamic )

Man versucht hierbei (mit oder auch ohne Flossen), in horizontaler Lage eine möglichst weite Strecke unter Wasser zurückzulegen. Dabei kommt es sehr auf eine optimale Technik an.

3. Tieftauchen

Das Tieftauchen ist in viele verschiedene Disziplinen unterteilt. Man kann sie entweder im See oder auch im Meer ausüben. So gibt es z.B. verschiedene Möglichkeiten mit Flossen, ohne Flossen oder mit einem mit Blei beschwerten Schlitten in die Tiefe zu gelangen. Man verwendet für jede Art des Tieftauchens ein Führungsseil mit Grundgewicht, um wirklich senkrecht abtauchen zu können.